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Laser-Haarentfernung: Warum man Augenbrauen nicht lasert - MEDULLA, Prag
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Laser-Haarentfernung: Warum man Augenbrauen nicht lasert

Warum Augenbrauen und die Haut um die Augen nicht gelasert werden, was Augenärzte beschreiben, wo die Grenze liegt und was bei Haaren zwischen den Brauen hilft.

Team MEDULLA

Die Anfrage „Laser-Haarentfernung an den Augenbrauen“ klingt alltäglich, doch dahinter stecken drei verschiedene Wünsche: die Haare zwischen den Augenbrauen entfernen, die Brauen mit dem Laser statt mit der Pinzette formen oder einzelne Haare über und unter der Braue loswerden. Die Antwort fällt jedes Mal anders aus, weil es um verschiedene Bereiche geht: Zwischen und über den Augenbrauen liegt die Stirn, unter der Braue und am Lid dagegen ist man schon am knöchernen Rand der Augenhöhle, und dahinter liegt das Auge.

Kurz gesagt: Die Augenbrauen selbst, die Lider und die Haut innerhalb des knöchernen Rands der Augenhöhle behandeln wir nicht mit dem Laser. Das ist nicht einfach Vorsicht des Salons: In augenärztlichen Fachzeitschriften sind Fälle von Augenentzündungen und bleibenden Veränderungen der Iris beschrieben, und zwar speziell nach der Laser-Haarentfernung an den Augenbrauen. Im Folgenden erklären wir, wie das funktioniert, wo die Grenze liegt und womit man Haare dort entfernt, wo nicht gelasert wird. Für die übrigen Bereiche des Gesichts, Oberlippe, Kinn und Wangen, gilt das nicht.

Wer „Augenbrauen“ sagt, meint Verschiedenes

Am häufigsten möchte man die Haare zwischen den Augenbrauen an der Nasenwurzel loswerden, also zusammengewachsene Brauen. Das ist weder Augenbraue noch Augenhöhle, sondern der untere Teil der Stirn und damit ein eigener Fall. Seltener kommt die Bitte „Formen Sie mir die Augenbrauen mit dem Laser“, gemeint ist: die Haare entlang der unteren Brauenlinie entfernen, damit man nicht mehr zupfen muss. Genau das ist der riskanteste Wunsch, denn der untere Rand der Augenbraue liegt dem Auge am nächsten.

Die dritte Variante sind einzelne dunkle Haare über der Augenbraue, näher an der Schläfe. Hier entscheidet der Abstand zum knöchernen Rand der Augenhöhle: Sitzen die Haare weit genug davon entfernt, wird die Stelle wie ein gewöhnliches Stück Stirn behandelt; sitzen sie nah daran, lautet die Antwort Nein. Die genaue Entscheidung fällt bei der Beratung, wenn die Fachkraft die Stelle untersucht.

Warum ein Laserimpuls in Augennähe gefährlich ist

Der Laser zielt auf Pigment: Das Melanin in der Haarwurzel nimmt die Strahlung auf, die Wurzel erhitzt sich und hört auf zu funktionieren. Das Problem ist, dass auch die Iris des Auges viel Melanin enthält. Die Iris nimmt die Strahlung genauso bereitwillig auf wie das Haar und erhitzt sich dabei ebenfalls.

Die Haut des Augenlids ist zu dünn, um als Barriere zu wirken: Ein Teil des Lichts dringt auch durch das geschlossene Lid. Die Augen nur zu schließen, reicht nicht. Das Bell-Phänomen erhöht das Risiko: Wenn man die Augen fest schließt, dreht sich der Augapfel nach oben, und die vorderen Teile des Auges kommen näher an die Stelle, auf die der Impuls zielt.

  • Das Melanin der Iris nimmt die Strahlung genauso auf wie die Haarwurzel.
  • Das geschlossene Lid lässt einen Teil des Lichts durch, die Augen zu schließen reicht nicht.
  • Beim Schließen der Augen dreht sich der Augapfel nach oben, näher an den behandelten Bereich.

Quellen: Indian Dermatol Online J, Mechanismus der Augenverletzung

Was Augenärzte beschrieben haben

Das ist keine Theorie. In der Fachzeitschrift Clinical Ophthalmology ist der Fall eines 41-jährigen Mannes beschrieben: beide Augenbrauen mit einem Alexandritlaser behandelt, ohne Schutzbrille, nach zwei Tagen Schmerzen und Lichtscheu, die Ärzte stellten eine Entzündung und eine Atrophie der Iris fest. Nach zwei Wochen Therapie beruhigten sich die Augen, doch die Defekte der Iris blieben an beiden Augen bestehen, und die Pupillen waren weiterhin unterschiedlich groß und verschieden geformt.

Der zweite Fall, Journal of Ophthalmic Inflammation and Infection: eine 36-jährige Frau, ebenfalls beide Augenbrauen und derselbe Lasertyp. Die Schutzbrille passte ihr von der Größe her nicht, also bedeckte sie die Augen nur mit den Fingern. Nach zwei Tagen traten eine Entzündung der vorderen Augenkammer und Verwachsungen der Iris mit der Linse auf. Die Entzündung klang nach etwa einer Woche ab, doch bei der Kontrolle nach zwei Monaten bestanden die Verwachsungen weiterhin.

Es gibt auch Fälle mit gutem Ausgang. Im International Medical Case Reports Journal ist der Fall einer 38-jährigen Frau beschrieben: Die Entzündung begann wenige Stunden nach einer Laser-Haarentfernung an den Augenbrauen ohne Augenschutz, die Therapie dauerte drei Wochen, und bei der Kontrolle war das Auge in Ordnung, die Patientin blieb aber weiter unter Beobachtung. Genau diese Bandbreite der Verläufe ist der Grund, warum der Bereich nicht behandelt wird: Im Voraus weiß niemand, wie es im eigenen Fall ausgeht.

Quellen: Clinical Ophthalmology, Iritis und Irisatrophie, J Ophthalmic Inflamm Infect, vordere Uveitis, Int Med Case Rep J, Uveitis nach Laser-Haarentfernung an den Augenbrauen

Eine Schutzbrille ist immer nötig, schützt an der Braue selbst aber schlechter

Eine Schutzbrille ist bei jeder Behandlung Pflicht, auch im Gesicht. An der Augenbraue stößt sie aber an ihre Grenzen: Die Brille liegt auf dem knöchernen Rand der Augenhöhle, und die Braue verläuft genau an diesem Rand entlang. Um die untere Brauenlinie zu behandeln, müsste man die Brille verschieben, und eine verschobene Brille schützt nicht mehr.

Eine systematische Übersichtsarbeit zu Fällen von Augenverletzungen durch kosmetische Laser, veröffentlicht im Indian Dermatology Online Journal, zeigt dasselbe: Die häufigste Komplikation ist eine Entzündung des vorderen Augenabschnitts, und am häufigsten wird sie gerade nach Eingriffen rund um die Augen und an den Augenbrauen beschrieben. Einzelne Fälle traten sogar trotz Augenschutz auf. Die richtige Schlussfolgerung lautet deshalb nicht „Wir nehmen eine bessere Brille“, sondern „Diesen Bereich behandeln wir nicht“.

Quellen: EyeWiki (AAO), Augenverletzungen durch kosmetische Laser, Indian Dermatol Online J, systematische Übersicht

Wo die Grenze liegt

Eine einfache Regel: Wir arbeiten dort, wo zwischen Impuls und Auge Knochen und Abstand liegen, und nicht dort, wo sie fehlen.

  • Nein: die Augenbrauen selbst, Ober- und Unterlid, die Haut unter der Braue, alles innerhalb des knöchernen Rands der Augenhöhle.
  • Im Einzelfall: Haare zwischen den Brauen und über der Braue in Richtung Stirn, darüber entscheiden wir bei der Beratung nach dem Abstand.
  • Ja: Oberlippe, Kinn, Wangen, Koteletten, die Stirn oberhalb der Augenhöhle.
  • Immer: eine undurchsichtige Schutzbrille während der gesamten Behandlung, wir bitten Sie nie, sie für irgendeinen Bereich abzunehmen.

Haare zwischen den Augenbrauen: ein eigener Fall

Das ist der häufigste Wunsch, und in Prag bieten zahlreiche Salons diesen Bereich an. Wir entscheiden nach dem, was wir tatsächlich vorfinden: Wachsen die Haare an der Nasenwurzel und bleibt bis zum Rand der Augenhöhle ein deutlicher Abstand, lässt sich der Bereich behandeln. Reichen die Haare bis unter die Braue oder beginnen sie direkt an ihrem Rand, behandeln wir diesen Teil nicht und sagen das offen.

Ein Wort noch zu Versprechen. Medizinische Studien speziell zum Bereich zwischen den Augenbrauen gibt es nicht, deshalb werden wir nicht behaupten, das sei „auf jeden Fall sicher“. Unsere Haltung ist folgende: Der Bereich lässt sich behandeln, wenn der Abstand zum Auge ausreicht, mit undurchsichtiger Schutzbrille und ohne den Versuch, bis an die Brauenlinie heranzukommen. Einen Preis dafür nehmen wir nicht in die Preisliste auf, weil wir uns das zuerst ansehen müssen.

Augenbrauen formt man nicht mit dem Laser

Selbst wenn das Auge nicht im Weg wäre, ist der Laser nicht das richtige Werkzeug. Er zeichnet keine Linie: Der Impuls erfasst ein ganzes Stück Haut, nicht ein einzelnes Haar, und eine präzise Form lässt sich damit nicht erzielen. Außerdem baut sich die Wirkung nach und nach über mehrere Behandlungen auf, sodass „nur ein bisschen nachbessern“ nicht funktioniert.

Und vor allem lässt es sich nicht rückgängig machen. Die Form der Augenbrauen ändert sich mit der Mode und mit dem Alter, zerstörte Follikel aber springen nicht wieder an. Das ist ein eigener Grund, warum Laser und Augenbrauen nicht zusammenpassen, und daran sollte jeder denken, der die Pinzette leid ist.

Womit man Haare dort entfernt, wo der Laser nicht infrage kommt

Für die Form der Augenbrauen lohnt sich der Weg zu einer Spezialistin für Augenbrauen, nicht zu einer Laser-Fachkraft. Heimgeräte sind hier kein Ersatz: Die Hersteller selbst verbieten die Anwendung rund um die Augen, mehr dazu im Artikel IPL-Heimgerät oder Salon. An der Brauenlinie wählt man meist zwischen Pinzette und Faden: Beide arbeiten Haar für Haar, und man sieht die Form bei jedem Schritt.

  • Pinzette: langsam, dafür präzise, am besten für 2 bis 5 Haare.
  • Faden (Threading): schneller als die Pinzette, bei Augenbrauen gängig, erfordert eine geübte Hand.
  • Waxing an den Augenbrauen: wird gemacht, aber die Haut der Lider ist dünn, und nach Retinoiden und Säuren wird Wachs überhaupt nicht verwendet.
  • Elektroepilation: die einzige Methode, die jedes Haar einzeln mit Strom behandelt; wir bieten sie nicht an, in Prag gibt es sie in einzelnen Studios.

Wenn nach der Behandlung im Gesicht das Auge schmerzt

Die übliche Reaktion im Gesicht sind Rötung und leichte Wärme in den ersten Stunden, und mit dem Auge hat das nichts zu tun. Beschwerden am Auge sind etwas anderes, und hier wartet man nicht ab.

  • Augenschmerzen, Stechen oder ein Gefühl wie Sand im Auge nach der Behandlung.
  • Lichtscheu, wenn selbst normales Raumlicht zu grell wirkt.
  • Gerötetes Augenweiß, verschwommenes Sehen, eine veränderte Form der Pupille.
  • Jedes dieser Symptome ist ein Grund, noch am selben Tag zum Augenarzt zu gehen, nicht zur Kosmetikerin.

Quellen: EyeWiki (AAO), Augenverletzungen durch kosmetische Laser

So läuft es bei uns

Augenbrauen behandeln wir nicht und werden es auch nicht tun: Wenn jemand genau deswegen kommt, erklären wir den Grund und verweisen an eine Spezialistin für Augenbrauen. Den Bereich zwischen den Augenbrauen sehen wir uns bei der kostenlosen Beratung an und entscheiden nach dem Abstand zum Auge, nicht nach der Preisliste. Bei jeder Behandlung im Gesicht sind die Augen die ganze Zeit mit einer undurchsichtigen Schutzbrille bedeckt.

Im übrigen Gesicht sieht es entspannter aus: Haare über der Lippe und am Kinn sind übliche Behandlungszonen, dort tut der Laser genau das, was man von ihm erwartet. Was nach der Behandlung passiert und welche Reaktion normal ist, erklären wir im Artikel Nebenwirkungen und Risiken. Die Bereiche im Gesicht, Preise und Behandlungsdauer finden Sie auf der Seite Laser-Haarentfernung im Gesicht.

Geprüft: Team MEDULLA

Häufige Fragen

Ist eine Laser-Haarentfernung an den Augenbrauen möglich?+

Die Augenbrauen selbst, die Lider und die Haut innerhalb des knöchernen Rands der Augenhöhle werden nicht mit dem Laser behandelt. Der Grund ist nicht bloß Vorsicht des Salons: Es sind Fälle von Augenentzündungen und bleibenden Veränderungen der Iris nach der Laser-Haarentfernung an den Augenbrauen beschrieben.

Und lassen sich die Haare zwischen den Augenbrauen entfernen?+

Das ist nicht mehr die Augenhöhle, sondern der untere Teil der Stirn, und dieser Bereich wird behandelt. Wir sehen ihn uns bei der Beratung an: Bleibt bis zum Rand der Augenhöhle ein deutlicher Abstand, behandeln wir ihn; reichen die Haare bis unter die Braue, nicht.

Kann man die Augenbrauen mit dem Laser formen?+

Nein. Der Impuls erfasst ein ganzes Stück Haut, nicht ein einzelnes Haar; eine Linie lässt sich damit nicht zeichnen. Und die Wirkung lässt sich nicht rückgängig machen, während sich die Form der Augenbrauen mit der Zeit ändert. Für die Form geht man zu einer Spezialistin für Augenbrauen.

Stimmt es, dass man nach einer Laser-Haarentfernung erblinden kann?+

Die beschriebenen Fälle betreffen Entzündungen des vorderen Augenabschnitts und Veränderungen der Iris; ein Teil heilte folgenlos ab, ein Teil hinterließ bleibende Defekte. Das ist Grund genug, den Bereich nicht zu behandeln, aber von Blindheit als üblichem Ausgang zu sprechen, ist falsch.

Im Salon bekommt man doch eine Schutzbrille, reicht das nicht?+

Die Schutzbrille ist immer Pflicht und immer nötig. Allerdings liegt die Brille auf dem knöchernen Rand der Augenhöhle, genau dort, wo die Augenbraue verläuft: Um die untere Brauenlinie zu behandeln, müsste man die Brille verschieben, und eine verschobene Brille schützt nicht.

Wie entfernt man die Haare zwischen den Augenbrauen dauerhaft?+

Das Wort „dauerhaft“ passt hier nicht: Der Laser schaltet einen Teil der Follikel aus, die übrigen bringen mit der Zeit neue Haare hervor, und deshalb hält man das Ergebnis der Behandlungsserie mit einzelnen Auffrischungsbehandlungen aufrecht. Das am längsten anhaltende Ergebnis bei einem einzelnen Haar bringt die Elektroepilation, die wir aber nicht anbieten.

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