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IPL-Heimgerät oder Salonlaser: Leistung, Zeit, Geld und wann was sinnvoll ist
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Laser-Haarentfernung zu Hause: Funktioniert IPL?

Ein „Heimlaser“ ist fast immer IPL, um ein Vielfaches schwächer als ein Salonlaser. Was er kann, wem er nützt, was günstiger ist und wann man besser verzichtet.

Team MEDULLA

Ein „Laser“-Epilierer für zu Hause ist in den meisten Fällen kein Laser, sondern ein IPL-Gerät: eine Blitzlampe mit breitem Lichtspektrum und einer Leistung, die um ein Vielfaches geringer ist als im Salon. Es funktioniert, aber auf seine Weise: Bei regelmäßiger Anwendung einmal pro Woche, und das monatelang, werden die Haare spärlicher und feiner, nach einer Pause kommen sie zurück. Ein Salonlaser zerstört den Follikel im Laufe einer Behandlungsserie aus 6-10 Sitzungen, danach sind ein bis zwei Auffrischungen im Jahr nötig. Gehen wir es im Detail durch: worin sich IPL vom Laser unterscheidet, ob es funktioniert, ob es wehtut, wie es mit dem Gesicht und mit Kontraindikationen aussieht, was günstiger ist und wie Sie ein Gerät auswählen, wenn Sie sich doch eines kaufen.

IPL-Heimgerät oder professionelles Lasergerät

Erstens: das Licht. Ein Laser liefert genaue Wellenlängen, die auf das Haarpigment abgestimmt sind: Bei einem Hybridlaser sind das der Alexandrit-, der Dioden- und der Neodym-Bereich, jeder mit seiner eigenen Aufgabe. Ein IPL-Gerät gibt das unscharfe Spektrum einer gewöhnlichen Blitzlampe ab, 475 bis 1200 nm, von dem das Haar nur einen kleinen Teil aufnimmt, der Rest erwärmt die Haut. Deshalb ist IPL prinzipbedingt schwächer und wird auf dunkler Haut schlechter vertragen.

Zweitens: die Leistung. IPL-Heimgeräte liefern 4-7 J/cm², die seltenen Dioden-Heimlaser bis 20, ein Salonlaser 10-40 und mehr, und zwar mit einer genauen Wellenlänge statt eines unscharfen Spektrums. Ein Heimgerät schwächt den Follikel, ein Salonlaser zerstört ihn.

Drittens: Kühlung und Kontrolle. Im Salon kühlt der Behandlungskopf die Haut im Moment des Impulses, und die Fachkraft stellt die Leistung nach dem Fototyp (Hauttyp nach Fitzpatrick) ein und beobachtet die Reaktion. Zu Hause gibt es keine Kühlung, die Leistung wählen Sie selbst auf einer Skala mit fünf Stufen, und der Hautsensor blockiert den Impuls einfach, wenn die Haut dunkler ist, als das Gerät zulässt.

Es gibt auch echte Heimlaser, nämlich Diodenlaser, aber nur wenige Modelle. Diese sind teurer, und ihre Leistung ist trotzdem begrenzt, damit sich das Gerät ohne Einweisung verkaufen lässt.

Was wir vergleichenIPL-HeimgerätSalonlaser
Lichtbreites Spektrum einer Blitzlampe, 475-1200 nmgenaue Wellenlänge: 755, 808-810 oder 1064 nm
Leistung4-7 J/cm²10-40 J/cm² und mehr
HautkühlungkeineKontaktkühlung im Moment des Impulses
Wer die Leistung einstelltSie selbst, 5 Stufendie Fachkraft, passend zur Haut am jeweiligen Tag
Dunkle Hautder Sensor blockiert den Impulsfunktioniert, lange Wellenlängen
Ergebnis nach einem halben Jahrspärlichere und feinere Haare, Rasur alle 1-2 WochenBehandlungsserie aus 6-10 Sitzungen, glatte Haut ohne Rasierer
Wie es weitergehtImpulse ohne Ende, nach einer Pause kehrt das Wachstum zurück1-2 Auffrischungen im Jahr
Zeit für die Unterschenkel im ersten Jahr10-20 Stunden3-7 Stunden
Preis8.000-15.000 Kč für das Gerätab 800 Kč pro Sitzung, je nach Zone

Funktioniert ein IPL-Heimgerät?

Ja, aber mit sehr geringer Wirksamkeit, und ein Ergebnis wie beim Laser liefert ein Heimgerät nicht. Drei Voraussetzungen braucht es: helle Haut, dunkle Haare und Disziplin. In den ersten 4-8 Wochen Impulse einmal pro Woche, dann alle zwei bis vier Wochen, und so immer weiter. Nach zwei, drei Monaten werden die Haare spärlicher und feiner, und es genügt, sich alle ein, zwei Wochen zu rasieren statt alle zwei Tage. Und das ist alles: Glatte Haut ohne Rasierer wie nach einer Behandlungsserie im Salon bringt ein Heimgerät nicht, und nach ein paar Monaten Pause ist das Wachstum fast wieder auf dem Ausgangsniveau.

Zahlen gibt es auch aus Studien. In einer Arbeit aus dem Jahr 2023 in der Zeitschrift PLOS ONE wurden die Teilnehmerinnen zufällig in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine wurde mit einem IPL-Heimgerät behandelt, die andere mit einem Diodenlaser im Salon. Nach sechs Sitzungen hatte das Heimgerät 46-52 % der Haare entfernt, der Laser 85-88 %. Bis zum Ende der Studie blieben allerdings nur 15 von 30 Frauen dabei, und die Haare wurden drei Wochen nach der letzten Sitzung gezählt, also bevor beim Heimgerät das Wachstum zurückkehrt.

Wirkungslos ist ein Heimgerät bei hellen, roten und grauen Haaren, wie jeder Laser, und auf dunkler Haut, weil der Sensor den Impuls nicht freigibt.

Quellen: PLOS ONE, 2023

Tut ein IPL-Heimgerät weh?

Weniger als im Salon, und das ist eine schlechte Nachricht, keine gute. Ein Heimgerät fühlt sich an wie ein warmes Schnipsen, weil seine Leistung um ein Vielfaches geringer ist: Je weniger Energie beim Follikel ankommt, desto weniger spüren Sie und desto geringer ist das Ergebnis. Auf der höchsten Stufe zwickt es in der Bikinizone und an den Achseln deutlich, und die Kühlung, die im Salon das meiste davon abfängt, gibt es zu Hause nicht. Wenn Sie die Leistung erhöhen, „damit es wirkt“, bekommen Sie kein Ergebnis, sondern Rötungen und Flecken.

IPL-Heimgerät im Gesicht

Die meisten Geräte haben einen eigenen Gesichtsaufsatz, und die Hersteller erlauben die Anwendung an Oberlippe, Kinn und Wangen unterhalb der Wangenknochen. Augenbrauen, Lider und alles rund um die Augen sind verboten: Der Impuls ist gefährlich für die Netzhaut. Das Gesicht spricht am allerschlechtesten an: Die Haare über der Lippe und am Kinn sind hormonell bedingt und fein, und die Leistung eines Heimgeräts reicht dafür nicht. Das übliche Ergebnis nach einem halben Jahr: Die Haare sind etwas heller, aber Sie müssen sie weiter rasieren oder auszupfen. Und hier sieht jeder die Spuren einer Verbrennung, denn das Gesicht ist nicht von Kleidung bedeckt.

Kontraindikationen und Sicherheit: Ist IPL schädlich?

Belege dafür, dass ein IPL-Gerät der Gesundheit schadet, gibt es nicht: Das Licht ist nicht ionisierend, dringt nur Millimeter tief in die Haut ein und wirkt nicht auf Organe, Blut oder Hormone. Die Gefahr liegt woanders: Verbrennungen und Flecken auf der Haut, wenn das Gerät anders benutzt wird, als es die Anleitung vorgibt. Die Kontraindikationen sind dieselben wie beim Salonlaser, nur steht neben Ihnen keine Fachkraft, die sie überprüft:

  • Schwangerschaft und Stillzeit: Die Hersteller verbieten es ausdrücklich;
  • frische Bräune, Solarium und Selbstbräuner: zwei Wochen Pause;
  • dunkle Haut, Fototyp V und VI: Der Sensor blockiert den Impuls, und wenn Sie ihn umgehen, kommt es zu Verbrennungen;
  • Tattoos, Muttermale, Pigmentflecken: abdecken oder aussparen;
  • Entzündungen, Herpes, Ekzeme, Schuppenflechte in der Zone: bis zur Abheilung;
  • lichtsensibilisierende Medikamente, Retinoide, manche Antibiotika: ärztlich abklären;
  • Epilepsie und Lichtempfindlichkeit: nicht anwenden.

Quellen: Cancer Council Australia, American Academy of Dermatology

Was Sie auf keinen Fall tun sollten: die Leistung erhöhen, „damit es schneller geht“, auf dieselbe Stelle in einer Sitzung zweimal einen Impuls setzen, im Gesicht ohne Schutzbrille arbeiten und der Aufschrift „Laser“ auf der Verpackung glauben: Sehen Sie in den technischen Daten nach, was drinsteckt, IPL oder eine Diode.

Wie viel Zeit es kostet

Für die kompletten Unterschenkel brauchen Sie zu Hause 30-40 Minuten, Impuls für Impuls, für die Arme weitere 20, für die Bikinizone 10-15. Einmal pro Woche über mehrere Monate, dann alle zwei bis vier Wochen ohne Ende. Allein für die Unterschenkel kommen im ersten Jahr so 10-20 Stunden zusammen, mit Armen und Bikinizone bis zu 30-40. Eine Behandlungsserie für die Unterschenkel im Salon umfasst 6-10 Besuche zu je 30-45 Minuten im Abstand von mindestens 4-5 Wochen, insgesamt 3-7 Stunden, danach ein, zwei Besuche im Jahr.

Was günstiger ist

Ein Gerät kostet 8.000-15.000 Kč, hat eine begrenzte Zahl an Impulsen und beansprucht Ihre Zeit. Bei einer Behandlungsserie im Salon kostet eine Sitzung für die Achseln ab 800 Kč, für die Bikinizone ab 850, für die Unterschenkel ab 1.900, und das ist der Preis für ein Ergebnis, das Sie nicht jede Woche aufrechterhalten müssen. Bei einer einzigen kleinen Zone kosten Gerät und Behandlungsserie ungefähr gleich viel. Bei mehreren Zonen ist der Salon meist günstiger, weil beim Gerät die Impulse und Ihre Zeit für jede einzelne Zone verbraucht werden.

Wie Sie ein IPL-Gerät auswählen, wenn Sie doch eines kaufen

Auf dem Markt gibt es viele beliebte Modelle: Philips Lumea, Braun Silk-expert, Ulike, unter den Dioden-Heimlasern Tria. Achten Sie nicht auf die Marke, sondern auf die technischen Daten:

  • Leistung laut Datenblatt: auf der höchsten Stufe mindestens 5-6 J/cm², sonst erwärmt das Gerät nur die Haut.
  • Hauttonsensor und fünf oder mehr Leistungsstufen: Ohne sie kommt es leicht zu Verbrennungen.
  • Lebensdauer der Lampe: ab 300.000 Impulsen, sonst reicht sie für die Beine nicht.
  • Aufsätze für Gesicht und Bikinizone mit kleinerem Fenster.
  • Impulsfenster von 3-4 cm² für den Körper: Je kleiner das Fenster, desto länger die Sitzung.
  • Rückgabefrist: Achten Sie auf eine möglichst lange Frist, mindestens 60 Tage. Wie die Haare reagieren, sieht man erst nach zwei, drei Monaten, und in kurzer Zeit erkennen Sie nicht, ob das Gerät wirkt.
  • Nicht nach dem Wort „Laser“ auswählen: Ein echter Dioden-Heimlaser kostet doppelt so viel und ist trotzdem schwächer als ein Salonlaser.

Wann ein Heimgerät sinnvoll ist und wann der Salon besser ist

Ein IPL-Heimgerät ist in drei Fällen sinnvoll. Eine oder zwei kleine Zonen, helle Haut, dunkle Haare und die Bereitschaft, es einmal pro Woche zu machen, ohne auszusetzen. Auffrischung nach einer Behandlungsserie im Salon: einzelne Haare einmal im Monat mit dem Heimgerät statt eines Besuchs. Und Situationen, in denen Sie nicht in den Salon kommen können: zu weit, keine Zeit, Sie möchten die Zone keinem fremden Menschen zeigen. In diesen Fällen ersetzt IPL den Rasierer, nicht den Laser.

Für den Salon sprechen: Beine, Arme, mehrere Zonen auf einmal, zu Hause sind das Dutzende Stunden. Dunkle oder gebräunte Haut: Ein Heimgerät blockiert entweder den Impuls oder verursacht Verbrennungen. Gesicht und Hals: Dort braucht es eine genaue Leistung, nicht fünf Stufen. Kräftige dunkle Haare in der Bikinizone und an den Achseln: Die Leistung eines Heimgeräts reicht, um sie zu schwächen, nicht, um sie zu entfernen. Und wenn Sie das Ergebnis zu einem bestimmten Datum brauchen: Urlaub, Hochzeit, Sommer. Ein Heimgerät schafft das nicht rechtzeitig, eine Behandlungsserie im Salon wird auf dieses Datum hin geplant.

So machen wir es

Wir hatten schon Kundinnen und Kunden, die nach einem IPL-Heimgerät zu uns kamen: Die Haare waren feiner geworden, aber nicht verschwunden, und bei einer Behandlungsserie im Salon reagieren solche Zonen wie jede andere, eine „Gewöhnung“ gibt es nicht. Von Heimgeräten raten wir nicht ab: Um das Ergebnis nach einer Behandlungsserie zu halten, eignen sie sich, und einige unserer Kundinnen und Kunden machen es genau so. Die Behandlungsserie selbst macht man aber besser mit einem Salonlaser: Ein Hybridlaser mit Alexandrit-, Dioden- und Neodym-Bereich und Kontaktkühlung schafft in 6-10 Besuchen, wofür ein IPL-Heimgerät Jahre braucht. Kommen Sie zur kostenlosen Beratung: Die Fachkraft sieht sich Haut und Haare an und sagt Ihnen, ob die Heimvariante zu Ihnen passt oder nicht!

Geprüft: Team MEDULLA

Häufige Fragen

Ist ein Laser-Epilierer für zu Hause ein Laser?+

Fast nie: Es ist ein IPL-Gerät, also eine Blitzlampe mit breitem Spektrum. Echte Dioden-Heimlaser sind selten, teurer und trotzdem um ein Vielfaches schwächer als ein Salonlaser.

IPL-Gerät oder Laser-Epilierer: Was ist für zu Hause besser?+

Vom Ergebnis her sind beide schwach, der Unterschied liegt in Preis und Tempo. Ein Dioden-Heimlaser kostet doppelt so viel und arbeitet etwas schneller, ein IPL-Gerät ist günstiger und deckt pro Impuls eine größere Fläche ab. An einen Salonlaser kommt keines von beiden heran.

Funktioniert ein IPL-Heimgerät?+

Ja, aber mit sehr geringer Wirksamkeit. Bei heller Haut und dunklen Haaren werden die Haare spärlicher und feiner, wenn man das Gerät mehrere Monate lang einmal pro Woche anwendet. In einer Studie aus dem Jahr 2023 entfernte das Heimgerät 46-52 % der Haare, gegenüber 85-88 % beim Salonlaser. Nach einer Pause kehrt das Wachstum zurück.

Was ist besser: IPL zu Hause oder Laser im Salon?+

Vom Ergebnis her der Salonlaser: Er ist um ein Vielfaches stärker und zerstört den Follikel im Laufe einer Behandlungsserie. Ein IPL-Heimgerät eignet sich für eine oder zwei kleine Zonen und zur Auffrischung nach der Behandlungsserie.

Ist IPL schädlich?+

Belege für einen gesundheitlichen Schaden gibt es nicht: Das Licht ist nicht ionisierend und wirkt nicht auf Organe, Blut oder Hormone. Schaden kann es der Haut: Verbrennungen und Flecken bei Bräune, auf dunkler Haut, bei erhöhter Leistung und auf Muttermalen.

Tut IPL weh?+

Weniger als im Salon: ein warmes Schnipsen. Auf der höchsten Stufe zwickt es in der Bikinizone und an den Achseln, eine Hautkühlung haben Heimgeräte nicht.

Kann man mit IPL Haare im Gesicht entfernen?+

Über der Lippe, am Kinn und an den Wangen ja, aber das Gesicht spricht am allerschlechtesten an: Die Haare sind dort hormonell bedingt und fein. Rund um die Augen und an den Augenbrauen ist es verboten.

Was ist günstiger: ein Gerät oder eine Behandlungsserie im Salon?+

Bei einer einzigen kleinen Zone ungefähr gleich: das Gerät 8.000-15.000 Kč, eine Behandlungsserie für die Achseln ab 800 Kč pro Sitzung. Bei mehreren Zonen ist der Salon meist günstiger, und beim Zeitaufwand liegt er um ein Vielfaches vorn.

Kann man mit einem IPL-Heimgerät das Ergebnis einer Behandlungsserie im Salon halten?+

Ja. Einzelne neue Haare einmal im Monat mit dem Heimgerät statt eines Salonbesuchs, das ist eine praktikable Lösung.

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